Der Beitrag untersucht das Zusammenspiel zwischen dem risikobasierten Regulierungsrahmen des EU AI Act und der geostrategischen Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen KI-Wettbewerb. Künstliche Intelligenz (KI) gilt als wichtige Schlüsseltechnologie mit großem Potenzial für Effizienz, Innovation und Wachstum. Die Wettbewerbslage bei der Entwicklung von digitalen Technologien und Geschäftsmodellen zeigt die besondere Herausforderung für die zukünftige Aufstellung in Europa auf. Vor dem Hintergrund des Systemdesigns adaptiver Regulierung, wird der EU AI Act als risikobasiertes Regelwerk mit besonderem Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit aber auch hinsichtlich der Schaffung eines fairen Marktes mit innovationsförderlichen Komponenten betrachtet. Die politischen Strategien zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz unterscheiden sich in der Balance zwischen Innovation und Risikominimierung. Ein Vergleich der EU mit den USA und China zeigt unterschiedliche Schwerpunkte: Innovationsfreiheit, Ethik- und Datensouveränität bzw. staatliche Lenkung. Abschließend formuliert der Beitrag einen Fünf-Punkte-Call-to-Action für die EU: differenzierte Aufsichtspraxis für KMU, rasche Einrichtung von AI-Sandboxes, paneuropäische Finanzierungsmechanismen, internationale Normharmonisierung sowie Einbezug der Quantentechnologie. Nur so kann Europa seine digitale Souveränität stärken und im globalen Wettbewerb eine führende Rolle einnehmen.

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Das Spannungsverhältnis von EU AI Act und geostrategischer Wettbewerbsfähigkeit Europas

  • Diane Robers,
  • Bernard B. Bråten

摘要

Der Beitrag untersucht das Zusammenspiel zwischen dem risikobasierten Regulierungsrahmen des EU AI Act und der geostrategischen Wettbewerbsfähigkeit Europas im globalen KI-Wettbewerb. Künstliche Intelligenz (KI) gilt als wichtige Schlüsseltechnologie mit großem Potenzial für Effizienz, Innovation und Wachstum. Die Wettbewerbslage bei der Entwicklung von digitalen Technologien und Geschäftsmodellen zeigt die besondere Herausforderung für die zukünftige Aufstellung in Europa auf. Vor dem Hintergrund des Systemdesigns adaptiver Regulierung, wird der EU AI Act als risikobasiertes Regelwerk mit besonderem Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit aber auch hinsichtlich der Schaffung eines fairen Marktes mit innovationsförderlichen Komponenten betrachtet. Die politischen Strategien zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz unterscheiden sich in der Balance zwischen Innovation und Risikominimierung. Ein Vergleich der EU mit den USA und China zeigt unterschiedliche Schwerpunkte: Innovationsfreiheit, Ethik- und Datensouveränität bzw. staatliche Lenkung. Abschließend formuliert der Beitrag einen Fünf-Punkte-Call-to-Action für die EU: differenzierte Aufsichtspraxis für KMU, rasche Einrichtung von AI-Sandboxes, paneuropäische Finanzierungsmechanismen, internationale Normharmonisierung sowie Einbezug der Quantentechnologie. Nur so kann Europa seine digitale Souveränität stärken und im globalen Wettbewerb eine führende Rolle einnehmen.