Noch zu Lebzeiten Kaiser Maximilian II. wurde im Herbst 1575 sein in Spanien erzogener Sohn als Rudolf II. zum römischen König gewählt. Schon bald nach seinem Herrschaftsantritt im Jahr darauf sollte sich der Konfessionskonflikt unter dem den Protestanten als katholischer Eiferer geltenden Egozentriker zuspitzen. Längst schritt auch in der Fürstenriege des Reiches der Generationswechsel voran. Neue, weniger verständigungsbereite und kompromissfreudige Akteure dominierten die politische Bühne. Im katholischen Herzogtum Bayern etwa war mit dem „wahrhaft frommen“ Wilhelm V. 1579 „der erste eigentliche Jesuitenzögling auf einen deutschen Fürstensitz“ (K. Brandi) gekommen.

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§ 9. Die Zeit der Kaiser Rudolf II. und Matthias

  • Michael Kotulla

摘要

Noch zu Lebzeiten Kaiser Maximilian II. wurde im Herbst 1575 sein in Spanien erzogener Sohn als Rudolf II. zum römischen König gewählt. Schon bald nach seinem Herrschaftsantritt im Jahr darauf sollte sich der Konfessionskonflikt unter dem den Protestanten als katholischer Eiferer geltenden Egozentriker zuspitzen. Längst schritt auch in der Fürstenriege des Reiches der Generationswechsel voran. Neue, weniger verständigungsbereite und kompromissfreudige Akteure dominierten die politische Bühne. Im katholischen Herzogtum Bayern etwa war mit dem „wahrhaft frommen“ Wilhelm V. 1579 „der erste eigentliche Jesuitenzögling auf einen deutschen Fürstensitz“ (K. Brandi) gekommen.