Die Kunst, aus den „Zügen“ des Bestehenden „das Eingeständnis seiner Falschheit [zu] lesen“ (Horkheimer u. Adorno, Dialektik der Aufklärung), lehrt Adornos Philosophie, die nicht mehr der transzendentalen Konstitution, der phänomenologischen Reduktion oder der Sinn‑, der Seins‑, der Symbolhypostasen verpflichtet ist, sondern der Deutung, der Versenkung in das heterogen und undurchsichtig Gegebene, in das den Menschen schockhaft widerfahrende Seiende. „Keine rechtfertigende Vernunft“ kann sich mehr „in einer Wirklichkeit wiederfinden, deren Ordnung und Gestalt“, wie die der jüngeren Gegenwart, „jeden Anspruch der Vernunft niederschlägt“ (Adorno, Die Aktualität der Philosophie). – Erstveröffentlichung in: Philosophen des 20. Jahrhunderts. Eine Einführung, hrsg. v. Margot Fleischer, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1990, S. 204–215.

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Theodor W. Adorno. Denken in Konstellation – konstellatives Denken

  • Hermann Schweppenhäuser

摘要

Die Kunst, aus den „Zügen“ des Bestehenden „das Eingeständnis seiner Falschheit [zu] lesen“ (Horkheimer u. Adorno, Dialektik der Aufklärung), lehrt Adornos Philosophie, die nicht mehr der transzendentalen Konstitution, der phänomenologischen Reduktion oder der Sinn‑, der Seins‑, der Symbolhypostasen verpflichtet ist, sondern der Deutung, der Versenkung in das heterogen und undurchsichtig Gegebene, in das den Menschen schockhaft widerfahrende Seiende. „Keine rechtfertigende Vernunft“ kann sich mehr „in einer Wirklichkeit wiederfinden, deren Ordnung und Gestalt“, wie die der jüngeren Gegenwart, „jeden Anspruch der Vernunft niederschlägt“ (Adorno, Die Aktualität der Philosophie). – Erstveröffentlichung in: Philosophen des 20. Jahrhunderts. Eine Einführung, hrsg. v. Margot Fleischer, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1990, S. 204–215.