Topographie toter Arbeit und phantastischer Eigensinn. Automatisierung und Verfremdung in Dieter Fortes Ein Tag.
摘要
Dieter Fortes Text Ein Tag zeigt, wie Prozesse der Rationalisierung, Automatisierung und Entfremdung den Alltag des Individuums strukturieren. Der Beitrag untersucht die Kurzgeschichte als literarische Topographie toter Arbeit in der westdeutschen Gesellschaft der 1950er-/60er-Jahre. Es wird gezeigt, wie mithilfe ästhetischer Verfahren eine automatisierte Wirklichkeit dekonstruiert wird und durch Verfremdung alternative Wahrnehmungsmodi hervorgebracht werden, die wiederum eine Form des phantastischen Eigensinns ermöglichen können. Dieser wird als literarischer Widerstand gegen die Automatisierung des Lebens konzipiert – als künstlerisch vermittelte Selbstregulation gegen gesellschaftliche Fremdbestimmung.