Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in Folge des Vertrags von Versailles zu einer längeren Besetzung des Rheinlands durch amerikanische, britische und französische Truppen. Vertrag und Besatzung erlangten einen zentralen Stellenwert in der Politik nationalistischer und nationalsozialistischer Kreise. Eine breite propagandistische Welle überschwemmte Deutschland. Durch Denkmäler und Feiern wurde die Deutung als ‚nationale Schande‘ tief im kollektiven Gedächtnis verankert. Über die erneute Besetzung des Rheinlands nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt Dieter Forte in seinem Roman In der Erinnerung (1998) auf versöhnende Weise. Er rückt nicht mehr die Feinde und die fragwürdigen Helden, sondern die Leidensgeschichten derjenigen Menschen ins Scheinwerferlicht, die in den Geschichtsbüchern nur noch als anonyme Masse Erwähnung finden.

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„Es war vorbei. Düsseldorf war tot“. Die Geschichte der Namenlosen erzählen

  • Klaus-Michael Bogdal

摘要

Nach dem Ersten Weltkrieg kam es in Folge des Vertrags von Versailles zu einer längeren Besetzung des Rheinlands durch amerikanische, britische und französische Truppen. Vertrag und Besatzung erlangten einen zentralen Stellenwert in der Politik nationalistischer und nationalsozialistischer Kreise. Eine breite propagandistische Welle überschwemmte Deutschland. Durch Denkmäler und Feiern wurde die Deutung als ‚nationale Schande‘ tief im kollektiven Gedächtnis verankert. Über die erneute Besetzung des Rheinlands nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt Dieter Forte in seinem Roman In der Erinnerung (1998) auf versöhnende Weise. Er rückt nicht mehr die Feinde und die fragwürdigen Helden, sondern die Leidensgeschichten derjenigen Menschen ins Scheinwerferlicht, die in den Geschichtsbüchern nur noch als anonyme Masse Erwähnung finden.