Mit dem literarischen Debüt Blutbuch (2022) schließt de l’Horizon sich dem Trend für die autofiktionale Erschreibung der eigenen sozialen Herkunft in der deutschsprachigen Literatur der vergangenen Jahre an. Dieser Aufsatz widmet sich der Klasse als zentraler Differenzkategorie des Romans. Es wird untersucht, wie der Text soziale Herkunft und literarische Produktion miteinander verwebt und betont das Wechselspiel zwischen Sprache, Identität und Klasse. Der Fokus liegt auf der literarischen Inszenierung von Bildungsunterschieden und intergenerationalen Traumata als familiärem Klassengedächtnis. Durch die Analyse der sprachlichen Vielfalt und der fluiden Erzählweise wird Klasse als dynamischer Prozess der Aushandlung und Selbstverortung im Schreiben ausgewiesen.

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„Ich benutze dich, um aus der schlammigen Klasse herauszuschwimmen […]“. Zur Inszenierung der sozialen Herkunft in Kim de l’Horizons Roman Blutbuch (2022)

  • Dilara Yüksek

摘要

Mit dem literarischen Debüt Blutbuch (2022) schließt de l’Horizon sich dem Trend für die autofiktionale Erschreibung der eigenen sozialen Herkunft in der deutschsprachigen Literatur der vergangenen Jahre an. Dieser Aufsatz widmet sich der Klasse als zentraler Differenzkategorie des Romans. Es wird untersucht, wie der Text soziale Herkunft und literarische Produktion miteinander verwebt und betont das Wechselspiel zwischen Sprache, Identität und Klasse. Der Fokus liegt auf der literarischen Inszenierung von Bildungsunterschieden und intergenerationalen Traumata als familiärem Klassengedächtnis. Durch die Analyse der sprachlichen Vielfalt und der fluiden Erzählweise wird Klasse als dynamischer Prozess der Aushandlung und Selbstverortung im Schreiben ausgewiesen.