In einer zunehmend digitalisierten Gesundheitswelt wird von Patient:innen wie auch Gesundheitsfachpersonen erwartet, sich sicher und reflektiert in digitalen Informations- und Versorgungsumgebungen zu bewegen. Die digitale Gesundheitskompetenz ist damit zu einer Schlüsselressource für Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengleichheit im Gesundheitswesen geworden. Der vorliegende Beitrag beleuchtet zunächst theoretische Grundlagen zu digitaler Gesundheitskompetenz. Diese wird dabei nicht nur als individuelle Fähigkeit verstanden, sondern auch als Bildungs- und Systemfrage. Gesundheitsfachpersonen müssen befähigt werden, evidenzbasierte Informationen korrekt einzuordnen, Fehlinformationen zu erkennen und digitale Angebote professionell zur Beratung und Aufklärung einzusetzen. Dies verlangt nach neuen Kompetenzprofilen und einer strukturellen Verankerung entsprechender Inhalte in Ausbildung und Studium. Im zweiten Teil des Beitrags werden konkrete didaktische Ansätze und Lernsettings vorgestellt, mit denen eine digitale Gesundheitskompetenz systematisch gefördert werden kann. Der Beitrag schließt mit der Forderung, die digitale Gesundheitskompetenz als Querschnittsthema curriculumsweit zu integrieren und Gesundheitsberufe im Sinne einer handlungs- und reflexionsorientierten Didaktik auf eine zunehmend komplexe Informationslandschaft vorzubereiten.

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Digitale Gesundheitskompetenz in der Ausbildung von Gesundheitsberufen – Anforderungen, Konzepte und didaktische Implikationen

  • Hanna Schwendemann,
  • Stephanie Rupp

摘要

In einer zunehmend digitalisierten Gesundheitswelt wird von Patient:innen wie auch Gesundheitsfachpersonen erwartet, sich sicher und reflektiert in digitalen Informations- und Versorgungsumgebungen zu bewegen. Die digitale Gesundheitskompetenz ist damit zu einer Schlüsselressource für Teilhabe, Selbstbestimmung und Chancengleichheit im Gesundheitswesen geworden. Der vorliegende Beitrag beleuchtet zunächst theoretische Grundlagen zu digitaler Gesundheitskompetenz. Diese wird dabei nicht nur als individuelle Fähigkeit verstanden, sondern auch als Bildungs- und Systemfrage. Gesundheitsfachpersonen müssen befähigt werden, evidenzbasierte Informationen korrekt einzuordnen, Fehlinformationen zu erkennen und digitale Angebote professionell zur Beratung und Aufklärung einzusetzen. Dies verlangt nach neuen Kompetenzprofilen und einer strukturellen Verankerung entsprechender Inhalte in Ausbildung und Studium. Im zweiten Teil des Beitrags werden konkrete didaktische Ansätze und Lernsettings vorgestellt, mit denen eine digitale Gesundheitskompetenz systematisch gefördert werden kann. Der Beitrag schließt mit der Forderung, die digitale Gesundheitskompetenz als Querschnittsthema curriculumsweit zu integrieren und Gesundheitsberufe im Sinne einer handlungs- und reflexionsorientierten Didaktik auf eine zunehmend komplexe Informationslandschaft vorzubereiten.