Auf dem Weg zu einer gerechten und nachhaltigen Preisgestaltung im Gesundheitswesen: Fokus auf das AIM-Fair-Price-Modell und das ASCERTAIN-Projekt
摘要
Die steigenden Kosten für Arzneimittel stellen die Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Zugänglichkeit der Gesundheitssysteme in Europa und weltweit vor erhebliche Herausforderungen. Da pharmazeutische Innovationen immer spezialisierter und teurer werden, besteht ein dringender Bedarf an Preisstrategien, die sowohl die Finanzierbarkeit als auch nachhaltigen Zugang gewährleisten. In diesem Beitrag werden bedeutende „faire“ Preismodelle untersucht, wobei der Schwerpunkt auf dem Fair-Pricing‐Modell der Association Internationale de la Mutualité (AIM) und dem Projekt ASCERTAIN Horizon Europe liegt. Dabei wird untersucht, inwieweit diese Preismodelle zur Entwicklung gerechterer, transparenterer und nachhaltigerer Preismechanismen zusammengeführt werden können. Eine vergleichende Analyse hebt Übereinstimmungen und Abweichungen hervor, die durch ein praktisches Beispiel unter Verwendung des Preismodells von Uyl-de Groot und Löwenberg untermauert werden. Der Beitrag diskutiert außerdem die Bedeutung einer globalen Harmonisierung von Arzneimittelpreisen, die Rolle internationaler Organisationen wie der WHO und das Potenzial hybrider kosten- und wertbasierter Ansätze. Öffentlich‐private Partnerschaften werden ebenfalls als vielversprechender Weg zur Vereinbarkeit von Erschwinglichkeit und Innovation untersucht. Letztendlich leistet diese Studie einen Beitrag zur laufenden Debatte über die Entwicklung fairer, kostenbasierter und weltweit einheitlicher Preisstrategien für Arzneimittel, die Zugang und Chancengleichheit im Gesundheitswesen fördern.