Essstörungen gehören zu den psychischen Störungen mit den höchsten Morbiditäts- und Mortalitätsraten und treten häufig bereits im Kindes- und Jugendalter auf. Ausgehend von einer Dunkelziffer Betroffener, die nicht als solche diagnostiziert und behandelt werden, sowie kulturellen Unterschieden in der Anwendung von Diagnoseverfahren muss insgesamt von bedeutsamen Prävalenzzahlen ausgegangen werden (vor allem in den westlichen Ländern), wobei entsprechende Symptome von nahezu 20 % aller Erwachsenen beschrieben werden. Da diese Gruppe der psychischen Störungen besonders eng mit der Nahrungsaufnahme und dem Essverhalten verbunden ist und somit für viele im Bereich der Ernährung tätigen Berufsgruppen von Bedeutung ist, soll den Essstörungen hier ein eigenes Kapitel gewidmet werden. Mit einem besseren Kenntnisstand können mit dem frühen Erkennen auffälligen Essverhaltens oder der Aufklärung zu gesundem Essverhalte möglicherweise die Entwicklung von Essstörungen vermieden und/ oder Ernährungsfachkräfte in der Behandlung und Nachsorge von Essstörungen besser involviert werden. 

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Essstörungen

  • Katja Kröller

摘要

Essstörungen gehören zu den psychischen Störungen mit den höchsten Morbiditäts- und Mortalitätsraten und treten häufig bereits im Kindes- und Jugendalter auf. Ausgehend von einer Dunkelziffer Betroffener, die nicht als solche diagnostiziert und behandelt werden, sowie kulturellen Unterschieden in der Anwendung von Diagnoseverfahren muss insgesamt von bedeutsamen Prävalenzzahlen ausgegangen werden (vor allem in den westlichen Ländern), wobei entsprechende Symptome von nahezu 20 % aller Erwachsenen beschrieben werden. Da diese Gruppe der psychischen Störungen besonders eng mit der Nahrungsaufnahme und dem Essverhalten verbunden ist und somit für viele im Bereich der Ernährung tätigen Berufsgruppen von Bedeutung ist, soll den Essstörungen hier ein eigenes Kapitel gewidmet werden. Mit einem besseren Kenntnisstand können mit dem frühen Erkennen auffälligen Essverhaltens oder der Aufklärung zu gesundem Essverhalte möglicherweise die Entwicklung von Essstörungen vermieden und/ oder Ernährungsfachkräfte in der Behandlung und Nachsorge von Essstörungen besser involviert werden.