Die Klinische Ethik agiert in einem Spannungsfeld von Möglichem, Gebotenem und Richtigem. Für jeden Patienten gilt es, auf Grundlage von Indikation Indikationund Prognose Prognoseeinerseits und Patientenwunsch Patientenwunschandererseits ein angemessenes Therapieziel Therapiezielund damit den adäquaten Therapieumfang Therapieumfang festzulegen. Beide müssen aber, insbesondere bei komplikativen oder protrahierten Verläufen, regelmäßig reevaluiert und, dem Krankheits- bzw. Genesungsverlauf entsprechend, gegebenenfalls geändert werden. Wichtige Themen in dieser Hinsicht hat die Klinische EthikKlinische Ethik gerade in den letzten Jahren bereits umfänglich bearbeitet und dargelegt, beispielsweise ÜbertherapieÜbertherapie, Therapielimitierungen und time-limited trials. Zukünftige Herausforderungen sind allerdings vielfältig; in diesem Kapitel behandelt werden davon eine vermeintliche Normierungsnot in der end-of-life care, eine frappante Entscheidungsträgheit der Kliniker im Angesicht prognostischer Unsicherheit und der drohende Verlust der ärztlichen Indikationshoheit.

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Warten wir immer noch auf Godot? – Künftige Herausforderungen für die Klinische Ethik

  • Andrej Michalsen,
  • Michael Quintel,
  • Uwe Janssens

摘要

Die Klinische Ethik agiert in einem Spannungsfeld von Möglichem, Gebotenem und Richtigem. Für jeden Patienten gilt es, auf Grundlage von Indikation Indikationund Prognose Prognoseeinerseits und Patientenwunsch Patientenwunschandererseits ein angemessenes Therapieziel Therapiezielund damit den adäquaten Therapieumfang Therapieumfang festzulegen. Beide müssen aber, insbesondere bei komplikativen oder protrahierten Verläufen, regelmäßig reevaluiert und, dem Krankheits- bzw. Genesungsverlauf entsprechend, gegebenenfalls geändert werden. Wichtige Themen in dieser Hinsicht hat die Klinische EthikKlinische Ethik gerade in den letzten Jahren bereits umfänglich bearbeitet und dargelegt, beispielsweise ÜbertherapieÜbertherapie, Therapielimitierungen und time-limited trials. Zukünftige Herausforderungen sind allerdings vielfältig; in diesem Kapitel behandelt werden davon eine vermeintliche Normierungsnot in der end-of-life care, eine frappante Entscheidungsträgheit der Kliniker im Angesicht prognostischer Unsicherheit und der drohende Verlust der ärztlichen Indikationshoheit.