Vorgeschichte: qualitative und quantitative Aspekte von Zufall undWahrscheinlichkeit
摘要
Viele Entwicklungsschritte im Begriff des qualitativ Wahrscheinlichen erfolgten bereits in der griechischen Antike, deren Ergebnisse, von sprachlichen Umformungen und neuen Anwendungen abgesehen, bis ins 17. Jahrhundert Bestand hatten. Dies betrifft besonders die Ausführungen von Platon und Aristoteles in deren Reaktion auf Lehrmeinungen der Sophisten und die Rezeption durch spätere Autoren. Aristoteles’ Dogma von dem wissenschaftlicher Erkenntnis unzugänglichen Bereich des Zufälligen hemmte freilich die Ausprägung einer mathematischen Durchdringung des Zufälligen. Vom mathematischen Standpunkt aus sind das Lehrgedicht De vetula aus dem 13. Jahrhundert mit einer ausführlichen Diskussion der Punktesummen aus drei Würfeln sowie erste Beiträge zum Teilungsproblem ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts besonders bemerkenswert. Ebenfalls im 14. Jahrhundert findet man in singulärer Weise bei Oresme die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen relativer Häufigkeit und Aspekten des Wahrscheinlichen.