Der Beitrag stellt Theodor W. Adornos Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben als ein Schlüsselwerk einer Kritischen Theorie des Leidens vor. Dabei werden im Hinblick auf die Kritische Lebenskunst vier Figuren des Leidens entschlüsselt: Es geht um die Katastrophe von Auschwitz, den Verlust von subjektiver Erfahrungsfähigkeit, um die Geschlechterverhältnisse und um die offene Frage der Utopie. Das Leiden, welches im Begriff von Auschwitz kulminiert, beredt werden lassen, ist für Adorno die Bedingung der Möglichkeit zu dessen Überwindung. Vorboten dessen erkennt er in der Erprobung anderer Lebensformen, seien diese geschlechtlich oder ästhetisch, sowie in der Fähigkeit utopisches Denken wiederzuerlangen.

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Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben (1951)

  • Nina Rabuza,
  • Daniel Burghardt

摘要

Der Beitrag stellt Theodor W. Adornos Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben als ein Schlüsselwerk einer Kritischen Theorie des Leidens vor. Dabei werden im Hinblick auf die Kritische Lebenskunst vier Figuren des Leidens entschlüsselt: Es geht um die Katastrophe von Auschwitz, den Verlust von subjektiver Erfahrungsfähigkeit, um die Geschlechterverhältnisse und um die offene Frage der Utopie. Das Leiden, welches im Begriff von Auschwitz kulminiert, beredt werden lassen, ist für Adorno die Bedingung der Möglichkeit zu dessen Überwindung. Vorboten dessen erkennt er in der Erprobung anderer Lebensformen, seien diese geschlechtlich oder ästhetisch, sowie in der Fähigkeit utopisches Denken wiederzuerlangen.