Der vorliegende Beitrag untersucht Richard Rortys Konzepte der Kontingenz, Ironie und Solidarität als Grundlage einer kritischen Lebenskunst. Dabei wird die liberale Ironikerin als Modell individueller Selbstgestaltung vorgestellt, deren Weltanschauung durch sprachliche Kontingenz, skeptischen Zweifel und den Verzicht auf objektive Wahrheiten geprägt ist. Rorty betont die Bedeutung kultureller Narrative und kreativer Sprachspiele für gesellschaftlichen Wandel und moralisches Handeln. Trotz seines Fokus auf eine intellektuelle Lebensweise stellt sein Ansatz eine ebenso grundlegende wie umfassende Möglichkeit dar, individuelle Selbstentwicklung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Umgang mit globalen Herausforderungen wie Umweltkrise und Nihilismus zu reflektieren.

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Richard Rorty: Kontingenz, Ironie und Solidarität (1989)

  • Dennis Sölch

摘要

Der vorliegende Beitrag untersucht Richard Rortys Konzepte der Kontingenz, Ironie und Solidarität als Grundlage einer kritischen Lebenskunst. Dabei wird die liberale Ironikerin als Modell individueller Selbstgestaltung vorgestellt, deren Weltanschauung durch sprachliche Kontingenz, skeptischen Zweifel und den Verzicht auf objektive Wahrheiten geprägt ist. Rorty betont die Bedeutung kultureller Narrative und kreativer Sprachspiele für gesellschaftlichen Wandel und moralisches Handeln. Trotz seines Fokus auf eine intellektuelle Lebensweise stellt sein Ansatz eine ebenso grundlegende wie umfassende Möglichkeit dar, individuelle Selbstentwicklung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Umgang mit globalen Herausforderungen wie Umweltkrise und Nihilismus zu reflektieren.