1865 sorgte Édouard Manet mit der Ausstellung seines Gemäldes „Olympia“ im Pariser Salon für einen der größten Skandale der Kunstgeschichte. Edmond Bazire, sein erster Biograf, widmete diesem Ereignis ein ganzes Kapitel. Mit Rückgriff auf die „Schlummernde Venus“ von Giorgione (1510) und Tizians „Venus von Urbino“ (1538) hatte es Manet gewagt, eine bis auf die Pantoffeln unbekleidete und auf dem Kanapee liegende Frau mit Armreif und einem schmalen schwarzen Halsband mit Perle darzustellen.

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Die Göttin im Exil Eine lyrische Heine-Adaption von Nina Gaillard und Emmanuel des Essarts als Bildprogramm für Manets „Olympia“

  • Frank Stückemann

摘要

1865 sorgte Édouard Manet mit der Ausstellung seines Gemäldes „Olympia“ im Pariser Salon für einen der größten Skandale der Kunstgeschichte. Edmond Bazire, sein erster Biograf, widmete diesem Ereignis ein ganzes Kapitel. Mit Rückgriff auf die „Schlummernde Venus“ von Giorgione (1510) und Tizians „Venus von Urbino“ (1538) hatte es Manet gewagt, eine bis auf die Pantoffeln unbekleidete und auf dem Kanapee liegende Frau mit Armreif und einem schmalen schwarzen Halsband mit Perle darzustellen.