Heinrich Heine ist unübertroffener Meister darin, Sätze überaus fein zu schleifen und zuzuspitzen. Man möchte sie wie funkelnde Kristalle in die Hand nehmen und sich an ihrem Glanz erfreuen und läuft zugleich Gefahr, sich die Finger an ihren scharfen Kanten blutig zu ritzen. Die feine Politur seines Stils scheint das Vergnügen an eleganter Sprache zu favorisieren. In Wirklichkeit fokussieren gerade Heines schlagend schöne Formulierungen oft ernüchternde Einsichten. Der elegante Stil avanciert bei Heine zum Medium radikaler gedanklicher Klarheit.

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Die Erfindung des Kulturjournalismus Eine neue Sicht auf Heinrich Heines „Lutezia“

  • Stefan Lüddemann

摘要

Heinrich Heine ist unübertroffener Meister darin, Sätze überaus fein zu schleifen und zuzuspitzen. Man möchte sie wie funkelnde Kristalle in die Hand nehmen und sich an ihrem Glanz erfreuen und läuft zugleich Gefahr, sich die Finger an ihren scharfen Kanten blutig zu ritzen. Die feine Politur seines Stils scheint das Vergnügen an eleganter Sprache zu favorisieren. In Wirklichkeit fokussieren gerade Heines schlagend schöne Formulierungen oft ernüchternde Einsichten. Der elegante Stil avanciert bei Heine zum Medium radikaler gedanklicher Klarheit.