Zeichen, Sprache, Bild: Barthes und Baudrillard
摘要
Das Zeichen hat dem Strukturalismus zufolge natürliche oder essentielle Verbindung zu dem, worauf es verweist. Es ist für sich selbst bedeutungslos und ermöglicht gerade deshalb, eine unendliche Vielfalt der Bedeutungen zu generieren. Der Strukturalismus greift auf Begriffe zurück, die Ferdinand de Saussure in seinem Cours de linguistique genéralé grundgelegt hatte. Genuiner Gegenstand der Sprachwissenschaft ist für Saussure die langue. Allgemein formuliert, geht es um die Einheit von Signifikat und Signifikant. Der Wert eines einzelnen Zeichens ergibt sich differentiell durch die umliegenden Zeichen des Zeichensystems; das einzelne Zeichen wird nicht als Substanz, sondern als Form gefasst. Indem bereits beim Initiator des Strukturalismus die positive Bestimmung eines Zeichens gut begründet verweigert wird und damit eine Art Rückzug des Zeichens als Substanz stattfindet, ist die Selbstauflösung des Strukturalismus im Keim bereits angelegt. Der Poststrukturalismus erweitert, auf unterschiedlichen Ebenen, „Rückzüge“ bzw. Entwertungen zentraler Kategorien des Strukturalismus. Roland Barthes lässt die Fülle des Signifikats schwinden, ebenso entwertet er das Subjekt, indem er es als eurozentrisch und logozentrisch entlarvt, nimmt vorweg, was bei Jean Baudrillard die „Agonie des Realen“ heißt, das Schwinden der Referenzebene. Zeichen verweisen dann nur noch auf andere Zeichen. Die Welt, wird bei Baudrillard durch die der Simulakra und das Prinzip der Repräsentation in Gänze durch das der Simulation ersetzt.