Medienästhetik
摘要
Medienästhetik ist ein Terminus, der im 20. Jahrhundert zusammen mit den sogenannten neuen reproduktionstechnischen Medien wie Fotografie, Fernsehen, Radio, Kino, digitale Programme, Computer aufkam (Schnell 2000). Er beschreibt dennoch kein klar abgrenzbares Phänomenfeld, da der Terminus in Bezug auf unterschiedliche Medien‐ und Kunstformen – wie Video‐ oder Netzkunst – ebenso angewandt wird wie auf Medientheorien und ‐philosophien, die sich im weiteren Sinne mit dem Einfluss von Medien auf menschliche Wahrnehmung beschäftigen. Was genau als ‚Medium‘ gilt, ist innerhalb der Medienwissenschaften selbst umstritten, so wie der Terminus ‚Ästhetik‘ es in den Kunstwissenschaften und der Philosophie ist (Hoffmann 2002). Statt eine Definition des polysemantischen Kompositums ‚Medienästhetik‘ zu versuchen, ist es deshalb instruktiver, den je verwendeten Beispielen, Motiven und Umschreibungen zu entnehmen, was darunter de facto jeweils verhandelt wird. In systematischer Perspektive lassen sich grob deskriptive von normativen Interpretationen der Medienästhetik unterscheiden und unter letzteren nochmals affirmative von negativen. Dies ist jedoch eine idealtypische Differenzierung, wobei es zu mannigfachen Überschneidungen kommt.