John Dewey (1989: 9 f.) hat das metaphilosophische Postulat, das einem seiner Hauptwerke zugrunde liegt, einmal dahingehend zusammengefasst, „daß die spezifische Aufgabe, die Probleme und die Thematik der Philosophie aus den Belastungen und Anspannungen im Gemeinschaftsleben erwachsen, in dem eine gegebene Form der Philosophie entsteht, und daß dementsprechend ihre spezifischen Probleme mit den Veränderungen im menschlichen Leben variieren“. Sein umstrittener Weiterdenker Richard Rorty (2000: 13) hat das Zitat wie folgt kommentiert: „Die Dewey vorschwebenden Zwänge und Spannungen ergeben sich aus Versuchen, sprudelnde und nach Ausdehnung strebende neue Flüssigkeiten in alte Gefäße zu gießen“. Etwas konkreter formuliert, besteht der Vorschlag, den die beiden Pragmatisten ihren Kolleginnen und Kollegen unterbreiten, darin, philosophisches Denken nicht nur und nicht primär als theoretische Reflexion auf die Bedingungen der Möglichkeit von Wahrheit, Freiheit und Schönheit zu verstehen. Stattdessen möchten die Autoren einen Beitrag dazu leisten, neben der philosophieinternen Reflexion, die in professionalisierten Forschungsbereichen wie Ethik, Ästhetik, Logik und Wissenschaftstheorie erfolgreich betrieben wird, eine im aristotelischen Sinn praktische Gestalt philosophischer Arbeit akademisch zu rehabilitieren.

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Medien und Erkenntnis

  • Mike Sandbothe

摘要

John Dewey (1989: 9 f.) hat das metaphilosophische Postulat, das einem seiner Hauptwerke zugrunde liegt, einmal dahingehend zusammengefasst, „daß die spezifische Aufgabe, die Probleme und die Thematik der Philosophie aus den Belastungen und Anspannungen im Gemeinschaftsleben erwachsen, in dem eine gegebene Form der Philosophie entsteht, und daß dementsprechend ihre spezifischen Probleme mit den Veränderungen im menschlichen Leben variieren“. Sein umstrittener Weiterdenker Richard Rorty (2000: 13) hat das Zitat wie folgt kommentiert: „Die Dewey vorschwebenden Zwänge und Spannungen ergeben sich aus Versuchen, sprudelnde und nach Ausdehnung strebende neue Flüssigkeiten in alte Gefäße zu gießen“. Etwas konkreter formuliert, besteht der Vorschlag, den die beiden Pragmatisten ihren Kolleginnen und Kollegen unterbreiten, darin, philosophisches Denken nicht nur und nicht primär als theoretische Reflexion auf die Bedingungen der Möglichkeit von Wahrheit, Freiheit und Schönheit zu verstehen. Stattdessen möchten die Autoren einen Beitrag dazu leisten, neben der philosophieinternen Reflexion, die in professionalisierten Forschungsbereichen wie Ethik, Ästhetik, Logik und Wissenschaftstheorie erfolgreich betrieben wird, eine im aristotelischen Sinn praktische Gestalt philosophischer Arbeit akademisch zu rehabilitieren.