Sehen als performative Praxis
摘要
Der Beitrag entwickelt eine Philosophie des Sehens als Praxis, Performanz und Medialität. Statt der schlechten Alternativen von objektiver Repräsentation oder subjektive Konstruktion ist Wahrnehmen als handelnder Vollzug zu verstehen, in dem und durch den die sichtbare Welt sich perspektivisch entfaltet. Wie das Sprechen ist auch das Sehen performatives Handeln, das nicht nur Informationen übermittelt, sondern Wirklichkeit konstituiert. Dabei vermitteln Leiblichkeit, Sozialität und kulturelle Lebensformen zwischen individuellen und kollektiven Sehweisen. Auf diese Weise bedingen sich Bedeutung, Sinnlichkeit und Denken im Wahrnehmen wechselseitig.