Universale Vermittlung und Denken der Nichtidentität. Adornos kritische Theorie des Medialen
摘要
In medienwissenschaftlichen Kontexten wird Adornos Medienbegriff selten im Hinblick auf seinen philosophischen Gehalt betrachtet. Meist geht es um seine Bewertung von Produkten und Rezeptionen der Massenmedien. Die medienphilosophische Betrachtung von Adornos Medienbegriff in diesem Aufsatz fokussiert die Reflexion des Medialen mit den Mitteln des transzendentalphilosophischen und des historisch-materialistischen Kritizismus und die spekulative Arbeit am Begriff der Vermittlung. Der erste Aspekt hat die Präformation von Wahrnehmung und Denken durch Massenmedien zum Thema. Adorno rekonstruiert sie mit Kants Begriff des Schematismus. Der zweite Aspekt thematisiert – auf epistemologischen und musikphilosophischen Gebiet – Adornos hegelianische Überlegung, dass Medien zugleich Vermittelnde und selbst Vermitteltes sind.