In diesem Buch wird ein erheblicher Gestaltungsfreiraum sichtbar, den Nachfolgerinnen für sich in den letzten Jahren ausbauen konnten und der eine deutlich positive Prognose in Richtung zukünftiger Parität erlaubt. Auch wenn die erhobenen Zahlen diesen Fortschritt noch nicht abbilden: Zwischen 25 und 30 % der Familienunternehmen werden aktuell von Frauen übernommen. Das ist zu wenig – gemessen am Potenzial weiblicher Führung, gemessen am wirtschaftlichen Bedarf und gemessen an dem, was möglich ist. Es kann nicht deutlich genug herausgehoben werden, dass: „der Kampf um Gleichberechtigung kein Frauenthema ist, sondern ein Wirtschaftsthema (Kühne in Was Männer nie gefragt werden: Ich frage trotzdem mal. S. Fischer Verlag, 2021).“ Klares Ziel ist es, dass Familienunternehmen jeder Größe, Branche und Generation weibliche Nachfolge nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlichen Teil des unternehmerischen Wandels begreifen. Parität in der Nachfolge ist lange nicht mehr ein ‚nice to have‘, sondern ein realistisches und notwendiges Ziel mit klaren Handlungsfeldern. Die Forderungen, die sich daraus ergeben, bedingen sich gegenseitig: Mehr Sichtbarkeit schafft Normalität. Mehr Beteiligung bringt mehr Einfluss. Mehr strukturelle Gerechtigkeit ermöglicht mehr Umsetzbarkeit und weniger Kompromisse. In all diesen Bereichen haben Frauen in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie Hindernisse zu Ausgangspunkten des Wandels umgestaltet werden können.

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Parität in Sicht? Ein Blick nach vorn

  • Daniela Jäkel-Wurzer

摘要

In diesem Buch wird ein erheblicher Gestaltungsfreiraum sichtbar, den Nachfolgerinnen für sich in den letzten Jahren ausbauen konnten und der eine deutlich positive Prognose in Richtung zukünftiger Parität erlaubt. Auch wenn die erhobenen Zahlen diesen Fortschritt noch nicht abbilden: Zwischen 25 und 30 % der Familienunternehmen werden aktuell von Frauen übernommen. Das ist zu wenig – gemessen am Potenzial weiblicher Führung, gemessen am wirtschaftlichen Bedarf und gemessen an dem, was möglich ist. Es kann nicht deutlich genug herausgehoben werden, dass: „der Kampf um Gleichberechtigung kein Frauenthema ist, sondern ein Wirtschaftsthema (Kühne in Was Männer nie gefragt werden: Ich frage trotzdem mal. S. Fischer Verlag, 2021).“ Klares Ziel ist es, dass Familienunternehmen jeder Größe, Branche und Generation weibliche Nachfolge nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlichen Teil des unternehmerischen Wandels begreifen. Parität in der Nachfolge ist lange nicht mehr ein ‚nice to have‘, sondern ein realistisches und notwendiges Ziel mit klaren Handlungsfeldern. Die Forderungen, die sich daraus ergeben, bedingen sich gegenseitig: Mehr Sichtbarkeit schafft Normalität. Mehr Beteiligung bringt mehr Einfluss. Mehr strukturelle Gerechtigkeit ermöglicht mehr Umsetzbarkeit und weniger Kompromisse. In all diesen Bereichen haben Frauen in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gezeigt, wie Hindernisse zu Ausgangspunkten des Wandels umgestaltet werden können.