LGBTQ*-Personen und Psychische Gesundheit
摘要
Dieses Kapitel widmet sich den Zusammenhängen zwischen sexueller und geschlechtlicher Identität, Diskriminierungserfahrungen und psychischer Gesundheit. Anhand aktueller Forschungsergebnisse wird aufgezeigt, wie sich Minderheitenstress, Mikroaggressionen und strukturelle Ausschlüsse auf das psychische Wohlbefinden auswirken – insbesondere bei trans – und intersektional marginalisierten Personen. Theoretische Konzepte wie das Minderheiten-Stress-Modell, intersektionale Diskriminierung und „stereotype threat“ werden erläutert und in ihren therapeutischen Implikationen reflektiert. Dabei wird betont, wie zentral eine diskriminierungssensible und ressourcenorientierte Haltung für die psychotherapeutische Arbeit mit queeren Menschen ist. Es werden konkrete Gesprächsimpulse vorgeschlagen, die Therapeut*innen darin unterstützen sollen, psychisches Leid im Kontext gesellschaftlicher Benachteiligung differenziert zu erfassen und queer-affirmative Räume zu gestalten.