Lange Zeit konnten es sich Wissenschaftler nicht anders vorstellen, als dass Sonnenlicht und -wärme durch einen Verbrennungsprozess entstünden. Aber was sollte das Brennmaterial sein? Mitte des 19. Jahrhunderts lag es nahe, an Kohle als Energiequelle zu denken, doch Berechnungen ergaben, dass eine aus Kohle bestehende Sonne schon nach 1500 Jahren Brenndauer erloschen wäre. Auch andere Materialien kamen nicht infrage, denn der Wirkungsgrad bei Verbrennungsreaktionen ist viel zu gering, um die enorme Energiemenge erzeugen zu können, die die Sonne Sekunde für Sekunde ins All abgibt. Erst in den 1930er-Jahren kam man der Kernfusion auf die Spur.

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Kernfusion – der stille Zwilling der Kernspaltung

  • Lars Jaeger

摘要

Lange Zeit konnten es sich Wissenschaftler nicht anders vorstellen, als dass Sonnenlicht und -wärme durch einen Verbrennungsprozess entstünden. Aber was sollte das Brennmaterial sein? Mitte des 19. Jahrhunderts lag es nahe, an Kohle als Energiequelle zu denken, doch Berechnungen ergaben, dass eine aus Kohle bestehende Sonne schon nach 1500 Jahren Brenndauer erloschen wäre. Auch andere Materialien kamen nicht infrage, denn der Wirkungsgrad bei Verbrennungsreaktionen ist viel zu gering, um die enorme Energiemenge erzeugen zu können, die die Sonne Sekunde für Sekunde ins All abgibt. Erst in den 1930er-Jahren kam man der Kernfusion auf die Spur.