In der heutigen Zeit ist eine Rettungsleitstelle froh über jede Ressource, die zusätzlich in den Einsatz gebracht werden kann. So wurde der Telenotarzt (TNA) beispielsweise im Projekt Land|Rettung bei zuvor festgelegten Meldebildern von der Leitstelle disponiert. Die Entscheidung, ob primär ein TNA oder ein Notarzt zum Einsatz disponiert wurde, war vor allem von der vermuteten Beeinträchtigung der Vitalfunktionen abhängig. Ein TNA wurde disponiert, wenn keine unmittelbare vitale Bedrohung vorlag, jedoch davon auszugehen war, dass der Patient von einer prähospitalen ärztlichen Diagnostik oder Therapie profitierte. Die Option der Disposition des TNA bietet, besonders in der Einführungsphase eines TNA-Systems, den Vorteil, das System niederschwellig kennenzulernen und im Einsatz „daran zu denken“. Es ist zu vermuten, dass hierüber die Akzeptanz und auch die Nutzungswahrscheinlichkeit gesteigert werden kann. Für den Disponenten disponiert es sich leichter ohne Notarzt, sofern ein RTW jederzeit den TNA konsultieren kann. Letztlich ist zu bedenken, dass der TNA nur dann adäquat in den Einsatz gebracht, d. h. konsultiert werden kann, wenn nicht direkt ein Notarzt mitalarmiert wird.

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Implementierung aus Sicht der Leitstelle

  • Marc Felzen,
  • Bibiana Metelmann,
  • Camilla Metelmann

摘要

In der heutigen Zeit ist eine Rettungsleitstelle froh über jede Ressource, die zusätzlich in den Einsatz gebracht werden kann. So wurde der Telenotarzt (TNA) beispielsweise im Projekt Land|Rettung bei zuvor festgelegten Meldebildern von der Leitstelle disponiert. Die Entscheidung, ob primär ein TNA oder ein Notarzt zum Einsatz disponiert wurde, war vor allem von der vermuteten Beeinträchtigung der Vitalfunktionen abhängig. Ein TNA wurde disponiert, wenn keine unmittelbare vitale Bedrohung vorlag, jedoch davon auszugehen war, dass der Patient von einer prähospitalen ärztlichen Diagnostik oder Therapie profitierte. Die Option der Disposition des TNA bietet, besonders in der Einführungsphase eines TNA-Systems, den Vorteil, das System niederschwellig kennenzulernen und im Einsatz „daran zu denken“. Es ist zu vermuten, dass hierüber die Akzeptanz und auch die Nutzungswahrscheinlichkeit gesteigert werden kann. Für den Disponenten disponiert es sich leichter ohne Notarzt, sofern ein RTW jederzeit den TNA konsultieren kann. Letztlich ist zu bedenken, dass der TNA nur dann adäquat in den Einsatz gebracht, d. h. konsultiert werden kann, wenn nicht direkt ein Notarzt mitalarmiert wird.