Wissen(schaften) vom Lesen 1794/2018 (Hoche, Wolf)
摘要
Der Ort wissenschaftlicher Erkenntnisse über das Lesen hat sich von den philosophisch-medizinischen Diskursen der Aufklärung zur empirischen und bildgestützten Argumentation der Neurowissenschaften verlagert, doch die Grenzen des Wissens über das Lesen und seine Wirkung bleiben die gleichen. Wie der Beitrag im Vergleich von Johann Gottfried Hoches Vertrauten Briefen über die jetzige abentheuerliche Lesesucht (1794) und Maryanne Wolfs Reader, Come Home! (2018) zeigt, entwickeln Texte über das Lesen spezifische Strategien, um die Lücken des Wissens zu supplementieren. Zentral sind dafür die epistolare Form und das metaphorische Feld der ‚Vergeistigung‘, die in vergleichbarer, aber je historisch spezifischer Art und Weise auftreten.