Schmerz und Wort. Sprachphilosophische Spuren in Kafkas In der Strafkolonie
摘要
Bezüglich der sprachlichen Kommunikation der Figuren in Franz Kafkas In der Strafkolonie lassen sich einige Inkonsequenzen und Uneigentlichkeiten feststellen. Nichtsdestotrotz ist es die Sprache, die den Verurteilten auf der Egge des Kommandanten eine ‚Erleuchtung‘ erfahren lassen soll. Es wird versucht, anhand des sprachphilosophischen Modells von Anton Marty, dessen Psychologievorlesung Kafka besucht hat, sowie der Sprachkritik des ebenfalls aus Prag stammenden Fritz Mauthners auf Fragen, welche den obigen Widerspruch sowie die Funktionsweise des Apparates betreffen, mögliche Antworten zu suchen. Anhaltspunkte geben die ‚innere Sprachform‘ von Marty und die Annahme eines sinnvermittelnden Schmerzes in Bezug auf den strengen Sensualismus der Mauthnerschen Sprachauffassung.