Zunächst aber scheint es wichtig, den Totentanz op. 12, 2 von Hugo Distler nicht als isoliert dastehendes Monument der Musikgeschichte an den Anfang der Untersuchung zu stellen, sondern ihn als Teil einer größeren Entwicklung zu verstehen zu suchen, an deren – historisch diffusen – Anfängen eine relativ offene Gattung mit nur wenigen Konstanten steht, die sich in den ersten Jahrhunderten dafür anbietet, sich in Bild und Sprache den geographischen und regional-kulturellen Gegebenheiten sowie den Vorgaben der jeweiligen Auftraggeber geschmeidig anzupassen, eine offene Gattung auch, die dem 20. Jahrhundert ermöglicht, ganz neue Formen zu erschaffen, die, obwohl sie in ganz andere Bereiche der Kunst vorstoßen und sich gänzlich neuer künstlerischer Mittel bedienen, noch immer ihre Gattungsbezeichnung als «Totentanz» rechtfertigen.

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Methode und Bearbeitung der Fragestellung

  • Mathias Kissel

摘要

Zunächst aber scheint es wichtig, den Totentanz op. 12, 2 von Hugo Distler nicht als isoliert dastehendes Monument der Musikgeschichte an den Anfang der Untersuchung zu stellen, sondern ihn als Teil einer größeren Entwicklung zu verstehen zu suchen, an deren – historisch diffusen – Anfängen eine relativ offene Gattung mit nur wenigen Konstanten steht, die sich in den ersten Jahrhunderten dafür anbietet, sich in Bild und Sprache den geographischen und regional-kulturellen Gegebenheiten sowie den Vorgaben der jeweiligen Auftraggeber geschmeidig anzupassen, eine offene Gattung auch, die dem 20. Jahrhundert ermöglicht, ganz neue Formen zu erschaffen, die, obwohl sie in ganz andere Bereiche der Kunst vorstoßen und sich gänzlich neuer künstlerischer Mittel bedienen, noch immer ihre Gattungsbezeichnung als «Totentanz» rechtfertigen.