Nachdem wir zuvor die tiefen Beweggründe für den Eintritt in problematische Gemeinschaften untersucht haben, widmen wir uns nun der Frage, weshalb ein Ausstieg trotz erkennbarer Schwierigkeiten oft nicht einfach gelingt. Für Außenstehende wirkt es häufig unverständlich, warum Menschen, die durchaus reflektiert und intelligent sind, an solchen Gruppen festhalten, selbst wenn sie Schaden erfahren. Im Kapitel werden verschiedene typische Gründe und Argumentationsweisen vorgestellt, die in solchen Gemeinschaften verwendet werden, um Mitglieder am Verlassen zu hindern. Diese sind nicht universell für jede Gruppe gültig, doch sie verdeutlichen, dass der vermeintliche „freie Wille“ durch Gruppendruck, emotionale Abhängigkeit und existenzielle Ängste stark eingeschränkt wird. Das Zusammenspiel aus dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit, spiritueller Orientierung und persönlicher Entwicklung sowie Ängsten vor sozialer Isolation, finanzieller Nöte und dem Verlust eines vermeintlich sicheren Umfelds macht den Schritt des Ausstiegs äußerst schwierig. Selbst wenn Zweifel wachsen, überwiegen diese inneren und äußeren Barrieren häufig gegenüber der Vernunft, die zum Verlassen der Gruppe raten würde.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Geborgenheit um jeden Preis? Die verborgenen Hürden des Ausstiegs

  • Bianca Liebrand

摘要

Nachdem wir zuvor die tiefen Beweggründe für den Eintritt in problematische Gemeinschaften untersucht haben, widmen wir uns nun der Frage, weshalb ein Ausstieg trotz erkennbarer Schwierigkeiten oft nicht einfach gelingt. Für Außenstehende wirkt es häufig unverständlich, warum Menschen, die durchaus reflektiert und intelligent sind, an solchen Gruppen festhalten, selbst wenn sie Schaden erfahren. Im Kapitel werden verschiedene typische Gründe und Argumentationsweisen vorgestellt, die in solchen Gemeinschaften verwendet werden, um Mitglieder am Verlassen zu hindern. Diese sind nicht universell für jede Gruppe gültig, doch sie verdeutlichen, dass der vermeintliche „freie Wille“ durch Gruppendruck, emotionale Abhängigkeit und existenzielle Ängste stark eingeschränkt wird. Das Zusammenspiel aus dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit, spiritueller Orientierung und persönlicher Entwicklung sowie Ängsten vor sozialer Isolation, finanzieller Nöte und dem Verlust eines vermeintlich sicheren Umfelds macht den Schritt des Ausstiegs äußerst schwierig. Selbst wenn Zweifel wachsen, überwiegen diese inneren und äußeren Barrieren häufig gegenüber der Vernunft, die zum Verlassen der Gruppe raten würde.