Fazit
摘要
Im abschließenden Teil des Buches wird zunächst versucht, mit den Forschungsbefunden der Einzelkapitel die Übersichtlichkeit und Kohärenz des vorgeschlagenen Fiktionsstufenmodells zu bestätigen. In einem weiteren Schritt wird dann das Phänomen der Fiktionsstufennivellierung auf seine anthropologischen Grundlagen zurückgeführt. Da in allen untersuchten Fällen die Fiktion anscheinend vor dem Realitätsprinzip kapituliert und damit auf das Primat des letzteren in der ontologischen Hierarchie hinweist, ist die Frage berechtigt, inwieweit sie überhaupt noch als Eigenwert zu retten ist. Die Antwort konzentriert sich zunächst auf die hedonistische Funktion der Fiktionsstufennivellierung, die, anders als die kognitive, der Größe Fiktion nicht abwertend entgegentritt, sondern ihr unter der Zuhilfenahme von Roger Caillois’ Typologie ein spielerisches Umwertungspotenzial attestiert. Dieses lässt sich zunächst als billiges Oberflächeneffekt abtun, erweist sich aber bei genauerer Betrachtung als eine der Grundeigenschaften von Fiktion. Die Funktion einer kontrollierten Destabilisierung des Realitätsgefüges zum Zwecke einer befreienden Innovationserfahrung, die den fiktionsstufennivellierenden Handlungen am Ende zugewiesen wird, nimmt sich vielleicht bescheiden, aber dennoch lebensnotwendig aus.