Sich an das Recht heranzuwagen, gelingt selten auf direktem Wege. So führt uns Celsus bekannte Definition des Rechts als „die Kunst des Guten und Gerechten“ (Ulp. D. 1, 1, 1) weniger zum Recht selbst als vielmehr zu dessen obersten Prinzip a priori: zur regulativen Idee der Gerechtigkeit. Zwar hat nicht schon jedes ungerechte positive Gesetz der Gerechtigkeit zu weichen, im Sinne vonRadbruch, Gustav Gustav Radbruch durchaus aber jedes Gesetz, dessen Widerspruch zur Gerechtigkeit „ein so unerträgliches Maß erreicht, daß das Gesetz als ‚unrichtiges Recht‘ der Gerechtigkeit zu weichen hat“.

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Gegenstand der Untersuchung

  • Calvin Fromm

摘要

Sich an das Recht heranzuwagen, gelingt selten auf direktem Wege. So führt uns Celsus bekannte Definition des Rechts als „die Kunst des Guten und Gerechten“ (Ulp. D. 1, 1, 1) weniger zum Recht selbst als vielmehr zu dessen obersten Prinzip a priori: zur regulativen Idee der Gerechtigkeit. Zwar hat nicht schon jedes ungerechte positive Gesetz der Gerechtigkeit zu weichen, im Sinne vonRadbruch, Gustav Gustav Radbruch durchaus aber jedes Gesetz, dessen Widerspruch zur Gerechtigkeit „ein so unerträgliches Maß erreicht, daß das Gesetz als ‚unrichtiges Recht‘ der Gerechtigkeit zu weichen hat“.