Zukunftsperspektiven von KI in der Betrieblichen Gesundheitsförderung
摘要
Die Arbeitswelt verändert sich rasant und wird getrieben von Digitalisierung und dem wachsenden Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Obwohl KI-Verfahren bereits seit den 1950er-Jahren erforscht werden, hat erst die Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 ihnen eine bislang unerreichte Sichtbarkeit verschafft. Die Technologie ist heute für breite Nutzergruppen ohne Spezialwissen zugänglich – in Unternehmen ebenso wie im privaten Alltag. In Deutschland arbeiten bereits 83 % der Beschäftigten mit digitalen Technologien (Deutscher Gewerkschaftsbund 2022). Viele Interaktionen, etwa Suchanfragen im Internet oder Sprachassistenten, beruhen ebenfalls auf KI, auch wenn dies den Nutzenden häufig nicht bewusst ist. Das gestiegene Interesse an KI spiegelt sich auch in entsprechenden finanziellen Investitionen wider. So gaben Unternehmen in Deutschland 2022 ungefähr 4,8 Mrd. € für KI-Lösungen aus; bis Ende 2025 wird eine Summe von über 10 Mrd. € prognostiziert (Statista 2024a). Parallel stieg der Anteil der Unternehmen, die KI in ihren Geschäftsprozessen einsetzen, von 20 % im Jahr 2017 auf über 70 % im Jahr 2024 (Singla et al. 2025). Grund hierfür sind die erheblichen Effizienzgewinne: Aufgaben, für die Menschen früher Tage oder Wochen benötigten, erledigen Maschinen in Sekunden. Gleichwohl wachsen mit den Möglichkeiten von KI auch die Sorgen um die eigene berufliche Zukunft. Einige Beschäftigte fürchten beispielsweise, dass KI ihre Arbeitsplätze gefährdet (Abb. 22.1; Statista 2024b).