Möglichkeiten und Bewertung von digitalem Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) mit Künstlicher Intelligenz (KI)
摘要
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bezeichnet „die systematische Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Strukturen und Prozesse zum Zweck der Erhaltung und zur Förderung der Gesundheit aller Beschäftigten in einem Unternehmen oder Betrieb“ (Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin 2018). Es integriert verschiedene Bereiche, unter anderem Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Betriebliches Eingliederungsmanagement und Personalmanagement. Gesundheitsförderung soll nach der Ottawa Declaration (Ottawa Charter for Health Promotion 1986) der World Health Organization dazu beitragen, „allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit (…) befähigen.“ Sie trägt damit zur effektiven Krankheitsprävention bei. Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) dient dem Aufbau und der Fortentwicklung systemischer und individueller Gesundheitsressourcen im Unternehmen, hier mit den Kernelementen einer kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen, einer Förderung der aktiven Mitarbeitendenbeteiligung (Partizipation) und der Stärkung persönlicher Gesundheitskompetenzen der Beschäftigten. BGF ist damit neben Kernelementen wie dem grundlegenden Arbeitsschutz und dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement ein wesentliches Instrument von BGM (Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin 2018). Digitales BGF ist nicht mit digitalem BGM gleichzusetzen. „Digitales BGF zeigt den Möglichkeitsraum der Digitalisierung in Bezug auf Angebote zum Gesundheitsverhalten auf, digitales BGM setzt hinsichtlich der Digitalstrategie verstärkt auf Administration und Management, um die Gesundheitsakteure zu vernetzen, sowie Online- und Offline‐Maßnahmen als Blended Corporate Health Management zu verknüpfen“ (Treier 2023, S. 7).