Stefan Chwin (geb. 1949 in Danzig) ist ein polnischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, der viele Jahre an der Universität Danzig lehrte. Internationale Bekanntheit erlangte er mit dem Roman Hanemann (1995, dt. Tod in Danzig, 1997), der das Nachkriegsschicksal eines deutschen Arztes schildert, der – nota bene als Professor für Anatomie – in Danzig lebte. Weitere bekannte Romane sind Esther (1999, dt. Die Gouvernante, 2000) oder Złoty pelikan (2003, dt. Der goldene Pelikan, 2008). Über die Kindheit in Gdańsk kann man in der von autobiografischen Motiven durchdrungenen Krótka historia pewnego żartu [Kurze Geschichte eines Scherzes, J.B.-R.] (1991) lesen. Zusammen mit Paweł Huelle und Günter Grass gehört Chwin zu den bedeutendsten Stimmen der sogenannten ‚Danziger Literatur‘, die auf den Dialog zwischen der polnischen und deutschen Literatur ausgerichtet ist (vgl. Bednarska-Kociołek 2016).

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Stefan Chwin: Der goldene Pelikan (2003/2008)

  • Joanna Bednarska-Rydzewska

摘要

Stefan Chwin (geb. 1949 in Danzig) ist ein polnischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, der viele Jahre an der Universität Danzig lehrte. Internationale Bekanntheit erlangte er mit dem Roman Hanemann (1995, dt. Tod in Danzig, 1997), der das Nachkriegsschicksal eines deutschen Arztes schildert, der – nota bene als Professor für Anatomie – in Danzig lebte. Weitere bekannte Romane sind Esther (1999, dt. Die Gouvernante, 2000) oder Złoty pelikan (2003, dt. Der goldene Pelikan, 2008). Über die Kindheit in Gdańsk kann man in der von autobiografischen Motiven durchdrungenen Krótka historia pewnego żartu [Kurze Geschichte eines Scherzes, J.B.-R.] (1991) lesen. Zusammen mit Paweł Huelle und Günter Grass gehört Chwin zu den bedeutendsten Stimmen der sogenannten ‚Danziger Literatur‘, die auf den Dialog zwischen der polnischen und deutschen Literatur ausgerichtet ist (vgl. Bednarska-Kociołek 2016).