Niq Mhlongo: Dog Eat Dog (2004)
摘要
Niq Mhlongo ist eine neue südafrikanische Stimme, die sich nach dem Fall der Apartheid Gehör verschafft hat und das Leben in bunten Farben aus der Perspektive der Unterschicht schildert. Mhlongo, der bereits auf eine ganze Reihe von Romanen und Short-Story-Sammlungen zurückblicken kann, bringt seine Kritik an der multikulturellen südafrikanischen Gesellschaft, die 1994 unter dem Symbol der ‚Rainbow Nation‘ begann, sich in der Gegenwart jedoch durch Stagnation und Korruption auszeichnet, mit Hilfe seines anarchischen, teils umwerfend komischen Humors zum Ausdruck. Mhlongos Romane und Erzählungen vermitteln authentische Einblicke in das Leben der jungen schwarzen Generation, die sich nach dem Fall der Apartheid Hoffnungen auf ein neues, besseres Leben gemacht hat, in der Zeit danach jedoch bitter enttäuscht wird. In seinem Roman Dog Eat Dog verarbeitet Mhlongo, der in Soweto geboren und aufgewachsen ist, Erfahrungen, die er selbst als Student an der Universität von Witwatersrand in Johannesburg und später an der Universität in Cape Town gemacht hat. Als Universitätsroman ist Dog Eat Dog vor allem deshalb von Bedeutung, weil hier zum ersten Mal in der südafrikanischen englischsprachigen Literatur das Universitätsleben aus der Perspektive eines schwarzen Studierenden nach dem Fall der Apartheid beleuchtet wird.