Sibylle Lewitscharoff (1954–2023) war eine Prosa-Schriftstellerin und Essayistin. Sie ist Autorin von Romanen wie Pong (1998), Montgomery (2003), Apostoloff (2009), Das Pfingstwunder (2016) sowie Von oben (2019) und wurde u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1998), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2009) und dem Georg-Büchner-Preis (2013) ausgezeichnet. Sie war sowohl Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als auch der Berliner Akademie der Künste. Ihre Texte zeichnen sich durch einen mitunter manierierten Stil und Situationskomik aus. Thematische Schwerpunkte sind etwa Metaphysik, Religion, Trost, Tod und Schicksal. 2011 ist Blumenberg erschienen, dem in den Feuilletons große Beachtung zuteilwurde, weniger und erst später in der Literaturwissenschaft. Die Kritiker*innen bezeichneten Blumenberg als „stolze[s] Buch, weil es ablehnt, sich in die Karten schauen zu lassen“, als „Erzählform, die kaum irgendeinem Genre zuzuordnen ist“ (Mangold 2011, 61), als „tollkühne und erzählerisch virtuose Grosstat eines grundreligiösen Romans“ (Isenschmid 2011, 69) und als „absonderliches Exemplar“ eines Campusromans (Recki 2012, 324).

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Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg (2011)

  • Laura M. Reiling

摘要

Sibylle Lewitscharoff (1954–2023) war eine Prosa-Schriftstellerin und Essayistin. Sie ist Autorin von Romanen wie Pong (1998), Montgomery (2003), Apostoloff (2009), Das Pfingstwunder (2016) sowie Von oben (2019) und wurde u. a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1998), dem Preis der Leipziger Buchmesse (2009) und dem Georg-Büchner-Preis (2013) ausgezeichnet. Sie war sowohl Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als auch der Berliner Akademie der Künste. Ihre Texte zeichnen sich durch einen mitunter manierierten Stil und Situationskomik aus. Thematische Schwerpunkte sind etwa Metaphysik, Religion, Trost, Tod und Schicksal. 2011 ist Blumenberg erschienen, dem in den Feuilletons große Beachtung zuteilwurde, weniger und erst später in der Literaturwissenschaft. Die Kritiker*innen bezeichneten Blumenberg als „stolze[s] Buch, weil es ablehnt, sich in die Karten schauen zu lassen“, als „Erzählform, die kaum irgendeinem Genre zuzuordnen ist“ (Mangold 2011, 61), als „tollkühne und erzählerisch virtuose Grosstat eines grundreligiösen Romans“ (Isenschmid 2011, 69) und als „absonderliches Exemplar“ eines Campusromans (Recki 2012, 324).