Jörg Uwe Sauer ist in jeder Hinsicht eine besondere Erscheinung innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Über ihn ist nur sehr wenig öffentlich bekannt. Den beiden Klappentexten der Romane ist zu entnehmen, dass er Germanistik, Literaturwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Geschichte studierte, als freier Journalist tätig war und Literaturpreise der Stadt Herne sowie des Landes Nordrhein-Westfalen für seinen ersten Campusroman Uniklinik (1999) erhielt. Seit dem Erscheinen des damit formal und inhaltlich verknüpften Nachfolgeromans Das Traumpaar (2001) liegen keine weiteren literarischen Texte von ihm vor. Während Sauer von ausgewiesenen Vertreter*innen der Zunft hoch gelobt wird (s. u.), ist sein öffentlicher Erfolg bescheiden und die Beschäftigung mit seinen beiden Romanen bemerkenswert verhalten. Sie sind – möglicherweise – stark an ihre Entstehungszeit gebunden. Ihre literarische Raffinesse macht sie jedoch auch heute noch zu einer potenziell ergiebigen Quelle, und zwar nicht nur, aber insbesondere für literaturtheoretische Reflexionen. Wer sie zu lesen versteht, wird mit sprachlichem Feinsinn und subtilem Witz belohnt.

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Jörg Uwe Sauer: Uniklinik (1999), Das Traumpaar (2001)

  • Helmut Grugger

摘要

Jörg Uwe Sauer ist in jeder Hinsicht eine besondere Erscheinung innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Über ihn ist nur sehr wenig öffentlich bekannt. Den beiden Klappentexten der Romane ist zu entnehmen, dass er Germanistik, Literaturwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Geschichte studierte, als freier Journalist tätig war und Literaturpreise der Stadt Herne sowie des Landes Nordrhein-Westfalen für seinen ersten Campusroman Uniklinik (1999) erhielt. Seit dem Erscheinen des damit formal und inhaltlich verknüpften Nachfolgeromans Das Traumpaar (2001) liegen keine weiteren literarischen Texte von ihm vor. Während Sauer von ausgewiesenen Vertreter*innen der Zunft hoch gelobt wird (s. u.), ist sein öffentlicher Erfolg bescheiden und die Beschäftigung mit seinen beiden Romanen bemerkenswert verhalten. Sie sind – möglicherweise – stark an ihre Entstehungszeit gebunden. Ihre literarische Raffinesse macht sie jedoch auch heute noch zu einer potenziell ergiebigen Quelle, und zwar nicht nur, aber insbesondere für literaturtheoretische Reflexionen. Wer sie zu lesen versteht, wird mit sprachlichem Feinsinn und subtilem Witz belohnt.