Der Roman Bockenheimer Bouillabaisse ist das Ergebnis eines ungewöhnlichen Schreibprojekts. Denn der Autorname Heiner Trudt verweist nicht auf einen einzelnen Verfasser. Dahinter verbirgt sich vielmehr ein Autor*innenkollektiv aus 103 Studierenden, das unter der Leitung des Literaturwissenschaftlers und Autors Heiner Boehncke den Text gemeinsam im Rahmen eines Seminars über die Geschichte und Theorie des Kriminalromans an der Goethe-Universität Frankfurt am Main schrieb. An den ersten theoretischen Teil schloss sich im Folgesemester ein Praxisseminar zum Verfassen eines Kriminalromans an, für das sich über 100 Studierende anmeldeten. Das Pseudonym Heiner Trudt ist somit nicht nur eine Anspielung auf den Vornamen Boehnckes, sondern zugleich ein Anagramm des Wortes „hundertdrei“. Während die Grundzüge des Textes – etwa der Plot, die Figurenzeichnung und Spannungsbögen – im Plenum entwickelt wurden, schrieben zwölf Gruppen jeweils ein Kapitel, die von einer finalen Redaktionsgruppe zusammen mit Heiner Boehncke lektoriert wurden. Der Titel verweist also zum einen auf den Bockenheimer Campus der Goethe-Universität als Schauplatz der Romanhandlung. Zum anderen bezieht er sich auf den Ort des Schreibaktes und den Entstehungsprozess.

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Heiner Trudt: Bockenheimer Bouillabaisse. Ein Uni-Krimi (1997)

  • Hanna Rompf

摘要

Der Roman Bockenheimer Bouillabaisse ist das Ergebnis eines ungewöhnlichen Schreibprojekts. Denn der Autorname Heiner Trudt verweist nicht auf einen einzelnen Verfasser. Dahinter verbirgt sich vielmehr ein Autor*innenkollektiv aus 103 Studierenden, das unter der Leitung des Literaturwissenschaftlers und Autors Heiner Boehncke den Text gemeinsam im Rahmen eines Seminars über die Geschichte und Theorie des Kriminalromans an der Goethe-Universität Frankfurt am Main schrieb. An den ersten theoretischen Teil schloss sich im Folgesemester ein Praxisseminar zum Verfassen eines Kriminalromans an, für das sich über 100 Studierende anmeldeten. Das Pseudonym Heiner Trudt ist somit nicht nur eine Anspielung auf den Vornamen Boehnckes, sondern zugleich ein Anagramm des Wortes „hundertdrei“. Während die Grundzüge des Textes – etwa der Plot, die Figurenzeichnung und Spannungsbögen – im Plenum entwickelt wurden, schrieben zwölf Gruppen jeweils ein Kapitel, die von einer finalen Redaktionsgruppe zusammen mit Heiner Boehncke lektoriert wurden. Der Titel verweist also zum einen auf den Bockenheimer Campus der Goethe-Universität als Schauplatz der Romanhandlung. Zum anderen bezieht er sich auf den Ort des Schreibaktes und den Entstehungsprozess.