Günter de Bruyn (1926–2020) kannte den Wissenschaftsbetrieb und das kulturelle Leben in der DDR gut genug, um darüber zu schreiben. Geboren in Berlin-Neukölln, ließ er sich nach einer Kriegsverletzung zum Neulehrer ausbilden und unterrichtete drei Jahre lang als Volksschullehrer im Westhavelland. Nach der Bibliothekarsausbildung und Anstellungen in Berliner Volksbüchereien wurde de Bruyn 1953 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Zentralinstitut für Bibliothekswesen, dozierte an der Bibliothekarsschule und publizierte in Fachzeitschriften. Seit 1961 arbeitete er als freiberuflicher Schriftsteller. Bis zum Mauerfall legte er fünf Romane, Erzählungen, Essays und eine Jean Paul-Biographie vor. In den Debatten um die Wiedervereinigung bezog er die Position eines bedächtigen Mahners und argumentierte für eine deutsche Kulturnation. Nach einem autobiographischen Doppelband über sein Leben in zwei Diktaturen wandte er sich in den Post-Wende-Jahrzehnten der Darstellung des vielfältigen Berliner Wissenschafts- und Kulturlebens Anfang des 19. Jahrhunderts zu.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Günter de Bruyn: Buridans Esel (1968), Preisverleihung (1972), Märkische Forschungen (1978)

  • Michael Braun

摘要

Günter de Bruyn (1926–2020) kannte den Wissenschaftsbetrieb und das kulturelle Leben in der DDR gut genug, um darüber zu schreiben. Geboren in Berlin-Neukölln, ließ er sich nach einer Kriegsverletzung zum Neulehrer ausbilden und unterrichtete drei Jahre lang als Volksschullehrer im Westhavelland. Nach der Bibliothekarsausbildung und Anstellungen in Berliner Volksbüchereien wurde de Bruyn 1953 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Zentralinstitut für Bibliothekswesen, dozierte an der Bibliothekarsschule und publizierte in Fachzeitschriften. Seit 1961 arbeitete er als freiberuflicher Schriftsteller. Bis zum Mauerfall legte er fünf Romane, Erzählungen, Essays und eine Jean Paul-Biographie vor. In den Debatten um die Wiedervereinigung bezog er die Position eines bedächtigen Mahners und argumentierte für eine deutsche Kulturnation. Nach einem autobiographischen Doppelband über sein Leben in zwei Diktaturen wandte er sich in den Post-Wende-Jahrzehnten der Darstellung des vielfältigen Berliner Wissenschafts- und Kulturlebens Anfang des 19. Jahrhunderts zu.