Historische Universitätsdarstellung in Drama, Lyrik, Bildkunst
摘要
Das Genre der akademischen Satire über Gelehrte und Universitäten ist nicht auf den Roman beschränkt. Seit Aristophanes’ Die Wolken betreten komische Denker die Bühne, von Molières Die gelehrten Frauen über Lessings Der junge Gelehrte bis zu Thomas Bernhards Immanuel Kant stehen sie gelegentlich sogar im Zentrum eines Theaterstücks. Auch in Stammbüchern und Liedern von Studenten oder in Gedichten treten solche Figuren in Erscheinung. Und mit Aphorismen, Gelehrtenanekdoten oder messerscharfen akademischen Personalattacken in Epigrammen wie Schillers Xenien kommen auch die kleinen literarischen Formen zum Zuge. Ein schier unüberschaubares Feld ist schließlich die karikierende Darstellung gelehrter Themen, Institutionen und ihrer Vertreter in der Druckgraphik oder Buchillustration (vgl. Klant 1984, Lammel 1995) sowie später in Comics und Film (s. Kap. 21 und 22). Die quantitative Dominanz des jüngeren Universitätsromans wird so durch ältere Gattungen und mediale Formen vorbereitet.