Vielleicht auch, weil ihre Körper(lichkeiten) den deutlichen Gegensatz zur klischeehaft geistig-intellektuellen Beschäftigung bilden – zumindest im ontologischen Dualismus mit der klaren Trennung von Leib und Seele –, scheinen die akademischen Figuren des Campusromans eine besondere Einstellung zu ihrem Körper zu haben. Dies würde immerhin erklären, warum die Texte immer wieder Fragen (und vor allem: Probleme) des synästhetischen Wahrnehmens oder des traumatischen Erinnerns hervorheben, die Protagonist*innen an existenziellen Grenz- und emotionalen Ausnahmesituationen (ver-)zweifeln lassen, warum die Figuren sich mit Alkohol und Drogen betäuben oder, mit Krankheit und Tod konfrontiert, die Fragilität ihres Da-Seins reflektieren.

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Körper und Sexualität

  • Jonas Nesselhauf

摘要

Vielleicht auch, weil ihre Körper(lichkeiten) den deutlichen Gegensatz zur klischeehaft geistig-intellektuellen Beschäftigung bilden – zumindest im ontologischen Dualismus mit der klaren Trennung von Leib und Seele –, scheinen die akademischen Figuren des Campusromans eine besondere Einstellung zu ihrem Körper zu haben. Dies würde immerhin erklären, warum die Texte immer wieder Fragen (und vor allem: Probleme) des synästhetischen Wahrnehmens oder des traumatischen Erinnerns hervorheben, die Protagonist*innen an existenziellen Grenz- und emotionalen Ausnahmesituationen (ver-)zweifeln lassen, warum die Figuren sich mit Alkohol und Drogen betäuben oder, mit Krankheit und Tod konfrontiert, die Fragilität ihres Da-Seins reflektieren.