Bildungsdiskurse
摘要
Der Artikel betrachtet den Wandel der dem Universitätsroman inhärenten Bildungsdiskurse in der englisch- und deutschsprachigen Tradition und formuliert dabei Ähnlichkeiten und Unterschiede. England und Amerika scheinen eher geprägt zu sein von der Tradition der liberal education, und damit wäre die Universität besonders im 20. Jahrhundert als eine zwischen Wissenschaftsethos und Lebensferne gespaltene Institution zu interpretieren, an der Tradition und Moderne sich entzweien. Das deutschsprachige Genre findet den Kern der Auseinandersetzung eher in der Literatur, die für den Großteil der handelnden Figuren den Kern eines Bildungserlebnisses ausmacht, das nicht in die politisch bestimmte Gegenwart der Universität oder die Lebenspraxis transferierbar ist. Das Scheitern der Figuren wird in zynischer, resignativer oder nostalgischer Haltung im Roman beobachtet.