Dieses Kapitel umfasst vier Essays, die weiterführende Informationen, insbesondere Kontexte und Hintergründe zum Briefwechsel der drei Freunde bieten. Im Essay „Die Vielseitigkeit des Briefwechsels“ wird dieser allgemein vorgestellt. Weiterhin wird an zwei konkreten Beispielen (Transzendenzbeweise für die Eulersche Zahl, Hilberts Pariser Rede über mathematische Probleme (1900)) der Austausch zwischen den Briefpartnern genauer analysiert. Im zweiten Essay „Geometrie im Briefwechsel der drei Freunde“ wird deren Sicht auf Geometrie beleuchtet und diese in die Auffassungen, die Ende des 19. Jahrhunderts bezüglich der Geometrie herrschten, eingeordnet. Der Briefwechsel liefert insbesondere interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Hilberts Festschrift „Grundlagen der Geometrie“ (1899), eines Ereignisses von größter Tragweite für die Entwicklung der Mathematik im 20. Jahrhundert. Der dritte Essay widmet sich Minkowskis „Geometrie der Zahlen“, die seit Anfang der 1890er Jahren im Briefwechsel vielfach angesprochen. Die Fertigstellung von Minkowskis Buch gleichen Titels zog sich lange hin, zudem gab es Überschneidungen mit dem ursprünglich als mit Hilbert gemeinsame Publikation geplanten Zahlbericht. Der Essay liefert auch einen Exkurs in die mathematischen Hintergründe von Minkowskis Theorie und beleuchtet deren Einfluss auf die weitere Entwicklung der Mathematik. Schließlich geht der vierte Essay „Die Zahlentheorie im Briefwechsel“ der drei Freunde auf die Zahlentheorie ein. Diese spielte eine zentrale Rolle in der Forschung der Drei, insbesondere in den 1890ern Jahren, als die täglichen gemeinsamen Spaziergänge nicht mehr stattfanden, und die Freunde sich mathematisch orientierten und etablierten, was sich natürlich auch in deren Briefwechsel widerspiegelt. Ein zentrales Thema war der Zahlbericht, den Hilbert 1897 vorlegte, und der in vielerlei Hinsicht diskutiert wurde.

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Erganzende Essays

  • Jule Marie Hänel,
  • Nicola Oswald,
  • Jörn Steuding,
  • Klaus Volkert

摘要

Dieses Kapitel umfasst vier Essays, die weiterführende Informationen, insbesondere Kontexte und Hintergründe zum Briefwechsel der drei Freunde bieten. Im Essay „Die Vielseitigkeit des Briefwechsels“ wird dieser allgemein vorgestellt. Weiterhin wird an zwei konkreten Beispielen (Transzendenzbeweise für die Eulersche Zahl, Hilberts Pariser Rede über mathematische Probleme (1900)) der Austausch zwischen den Briefpartnern genauer analysiert. Im zweiten Essay „Geometrie im Briefwechsel der drei Freunde“ wird deren Sicht auf Geometrie beleuchtet und diese in die Auffassungen, die Ende des 19. Jahrhunderts bezüglich der Geometrie herrschten, eingeordnet. Der Briefwechsel liefert insbesondere interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Hilberts Festschrift „Grundlagen der Geometrie“ (1899), eines Ereignisses von größter Tragweite für die Entwicklung der Mathematik im 20. Jahrhundert. Der dritte Essay widmet sich Minkowskis „Geometrie der Zahlen“, die seit Anfang der 1890er Jahren im Briefwechsel vielfach angesprochen. Die Fertigstellung von Minkowskis Buch gleichen Titels zog sich lange hin, zudem gab es Überschneidungen mit dem ursprünglich als mit Hilbert gemeinsame Publikation geplanten Zahlbericht. Der Essay liefert auch einen Exkurs in die mathematischen Hintergründe von Minkowskis Theorie und beleuchtet deren Einfluss auf die weitere Entwicklung der Mathematik. Schließlich geht der vierte Essay „Die Zahlentheorie im Briefwechsel“ der drei Freunde auf die Zahlentheorie ein. Diese spielte eine zentrale Rolle in der Forschung der Drei, insbesondere in den 1890ern Jahren, als die täglichen gemeinsamen Spaziergänge nicht mehr stattfanden, und die Freunde sich mathematisch orientierten und etablierten, was sich natürlich auch in deren Briefwechsel widerspiegelt. Ein zentrales Thema war der Zahlbericht, den Hilbert 1897 vorlegte, und der in vielerlei Hinsicht diskutiert wurde.