Die Essenz für die Erhaltung des Lebens ist die Fortpflanzung. Alles, was lebt, wird reproduziert und dies kann auf vielfältige Weise geschehen. Die ersten Lebensformen waren einzelne Zellen, die sich durch Zellteilung vermehrten. Bei dieser ungeschlechtlichen Fortpflanzung blieb die DNA in allen Nachkommen gleich. Gelegentlich trat eine Mutation auf, sodass Unterschiede in dieser Lebensform allmählich auftreten konnten. Auf diese Weise konnten sie sich an eine veränderte Umgebung anpassen. Aber die Bedingungen auf der Erde waren eher instabil. Wenn man bedenkt, dass es in den ersten zwei Milliarden Jahre der Existenz der Erde keinen Sauerstoff in der Atmosphäre gab, kann man sich vorstellen, dass das Leben sich ändern musste, als plötzlich Sauerstoff, als Abfallprodukt, freigesetzt wurde. Da Sauerstoff ziemlich aggressiv ist, starb fast alles Leben; diese Periode wird als die Große Sauerstoffkatastrophe beschrieben. Aber schon vor diesem enormen Drama musste sich das Leben an neue Umstände anpassen. Die ungeschlechtliche Fortpflanzung, mit manchmal zufälligen Mutationen, erwies sich bei großen Veränderungen als unzureichend, also musste etwas anderes passieren. Die Lösung war der Austausch von DNA. Wenn eine Zelle alleine alle für eine neue Situation benötigten Mutationen arrangieren muss, ist das eine fast unmögliche Aufgabe. Deshalb wurde die Sexualität erfunden. Bei großen Veränderungen in der Umwelt wurden die sogenannten Paarungsgene auf der DNA eingeführt und die einzelnen Zellen wurden in Männchen und Weibchen umgewandelt. Mit diesem System von Spender und Empfänger konnten neue Mutationen schnell ausgetauscht werden, was die Überlebenschancen erheblich erhöhte. Wenn sich die Bedingungen verbesserten, war die Sexualität nicht mehr notwendig und konnte für diese einzelligen Organismen eliminiert werden.

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Unfruchtbarkeit

  • Pierre J. A. Capel

摘要

Die Essenz für die Erhaltung des Lebens ist die Fortpflanzung. Alles, was lebt, wird reproduziert und dies kann auf vielfältige Weise geschehen. Die ersten Lebensformen waren einzelne Zellen, die sich durch Zellteilung vermehrten. Bei dieser ungeschlechtlichen Fortpflanzung blieb die DNA in allen Nachkommen gleich. Gelegentlich trat eine Mutation auf, sodass Unterschiede in dieser Lebensform allmählich auftreten konnten. Auf diese Weise konnten sie sich an eine veränderte Umgebung anpassen. Aber die Bedingungen auf der Erde waren eher instabil. Wenn man bedenkt, dass es in den ersten zwei Milliarden Jahre der Existenz der Erde keinen Sauerstoff in der Atmosphäre gab, kann man sich vorstellen, dass das Leben sich ändern musste, als plötzlich Sauerstoff, als Abfallprodukt, freigesetzt wurde. Da Sauerstoff ziemlich aggressiv ist, starb fast alles Leben; diese Periode wird als die Große Sauerstoffkatastrophe beschrieben. Aber schon vor diesem enormen Drama musste sich das Leben an neue Umstände anpassen. Die ungeschlechtliche Fortpflanzung, mit manchmal zufälligen Mutationen, erwies sich bei großen Veränderungen als unzureichend, also musste etwas anderes passieren. Die Lösung war der Austausch von DNA. Wenn eine Zelle alleine alle für eine neue Situation benötigten Mutationen arrangieren muss, ist das eine fast unmögliche Aufgabe. Deshalb wurde die Sexualität erfunden. Bei großen Veränderungen in der Umwelt wurden die sogenannten Paarungsgene auf der DNA eingeführt und die einzelnen Zellen wurden in Männchen und Weibchen umgewandelt. Mit diesem System von Spender und Empfänger konnten neue Mutationen schnell ausgetauscht werden, was die Überlebenschancen erheblich erhöhte. Wenn sich die Bedingungen verbesserten, war die Sexualität nicht mehr notwendig und konnte für diese einzelligen Organismen eliminiert werden.