PCR-Pilzdiagnostik: PCR heißt Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction). Sie ist ein enzymabhängiges Verfahren zur Vervielfältigung bestimmter Gensequenzen innerhalb eines vorliegenden Erbgutes. Diese Methode macht man sich zunutze für den erregerspezifischen Pilznachnachweis, d. h. dass die Erreger von Hautpilzinfektionen gezielt auf Basis ihres Erbgutes bestimmt und unterschieden werden können. Weiterer Vorteil der Pilzdiagnostik mittels PCR im Vergleich zur klassischen Pilzdiagnostik (► Pilzkultur) ist, dass i. d. R. innerhalb weniger Tage ein Ergebnis vorliegt und somit zeitnah die entsprechende Therapie begonnen werden kann. Durch diese sensitive Methode können auch kleinste Erregermengen sicher nachgewiesen werden, wodurch falsch-negative Ergebnisse (es wird kein Erreger nachgewiesen, obwohl kleine Mengen in dem betroffenen Gewebe vorliegen) vermieden werden. Jedoch zeigt die hochempfindliche PCR auch totes, nicht mehr aktives genetisches Pilzmaterial, welches für einen Patienten nicht mehr krankheitserregend ist.Eine Kombination der klassischen Nachweismethode mittels Pilzkultur und der PCR-Pilzdiagnostik ist daher sinnvoll, um eine zielgerichtete Therapie beginnen zu können. Allgemein bekannt geworden ist die PCR-Methode durch den Nachweis von Corona-Viren sowie in Krimiserien durch die Identifizierung des genetischen Materials eines Täters auch noch nach Jahren. Auch das Vorkommen anderer Viren (z. B. ► HPV ) lässt sich anhand kleinster Gewebemengen mittels PCR nachweisen.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

P

  • Bernd Kardorff

摘要

PCR-Pilzdiagnostik: PCR heißt Polymerase-Kettenreaktion (polymerase chain reaction). Sie ist ein enzymabhängiges Verfahren zur Vervielfältigung bestimmter Gensequenzen innerhalb eines vorliegenden Erbgutes. Diese Methode macht man sich zunutze für den erregerspezifischen Pilznachnachweis, d. h. dass die Erreger von Hautpilzinfektionen gezielt auf Basis ihres Erbgutes bestimmt und unterschieden werden können. Weiterer Vorteil der Pilzdiagnostik mittels PCR im Vergleich zur klassischen Pilzdiagnostik (► Pilzkultur) ist, dass i. d. R. innerhalb weniger Tage ein Ergebnis vorliegt und somit zeitnah die entsprechende Therapie begonnen werden kann. Durch diese sensitive Methode können auch kleinste Erregermengen sicher nachgewiesen werden, wodurch falsch-negative Ergebnisse (es wird kein Erreger nachgewiesen, obwohl kleine Mengen in dem betroffenen Gewebe vorliegen) vermieden werden. Jedoch zeigt die hochempfindliche PCR auch totes, nicht mehr aktives genetisches Pilzmaterial, welches für einen Patienten nicht mehr krankheitserregend ist.Eine Kombination der klassischen Nachweismethode mittels Pilzkultur und der PCR-Pilzdiagnostik ist daher sinnvoll, um eine zielgerichtete Therapie beginnen zu können. Allgemein bekannt geworden ist die PCR-Methode durch den Nachweis von Corona-Viren sowie in Krimiserien durch die Identifizierung des genetischen Materials eines Täters auch noch nach Jahren. Auch das Vorkommen anderer Viren (z. B. ► HPV ) lässt sich anhand kleinster Gewebemengen mittels PCR nachweisen.