Auf Grund des persistierenden Mangels an Spenderorganen und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit, auch marginale Organe für eine Transplantation zu evaluieren und dennoch möglichst optimale Ergebnisse für die Empfänger*innen zu erzielen, muss bei allen potenziellen Organspender*innen eine organprotektive bzw. -optimierende Therapie durchgeführt werden. Das frühzeitige Erkennen von klinischen Verläufen, die zu einem irreversiblen Hirnfunktionsausfall führen können, die Evaluation des Patient*innenwillens bezüglich einer Organspende und eine zielgerichtete Intensivtherapie sind notwendige Voraussetzungen. Im Rahmen des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls treten profunde hämodynamische, pulmonale, endokrinologische und immunologische Veränderungen auf. Die Therapie folgt den generellen intensivmedizinischen Maßgaben zum Erzielen einer adäquaten Organperfusion und Homöostase. Kenntnisse der durch den Hirnfunktionsausfall ausgelösten pathophysiologischen Veränderungen sind jedoch ein Schlüsselelement der Intensivtherapie. Mit diesen Veränderungen und Empfehlungen zu ihrer spezifischen Therapie befasst sich dieses Kapitel. Studienergebnisse zur organprotektiven Therapie sind allerdings teils widersprüchlich und die Evidenz für den Erfolg einzelner Therapiemaßnahmen ist aktuell noch unzureichend.

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Organprotektive Therapie von Patient*innen mit irreversiblem Hirnfunktionsausfall

  • Esther Tautz

摘要

Auf Grund des persistierenden Mangels an Spenderorganen und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit, auch marginale Organe für eine Transplantation zu evaluieren und dennoch möglichst optimale Ergebnisse für die Empfänger*innen zu erzielen, muss bei allen potenziellen Organspender*innen eine organprotektive bzw. -optimierende Therapie durchgeführt werden. Das frühzeitige Erkennen von klinischen Verläufen, die zu einem irreversiblen Hirnfunktionsausfall führen können, die Evaluation des Patient*innenwillens bezüglich einer Organspende und eine zielgerichtete Intensivtherapie sind notwendige Voraussetzungen. Im Rahmen des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls treten profunde hämodynamische, pulmonale, endokrinologische und immunologische Veränderungen auf. Die Therapie folgt den generellen intensivmedizinischen Maßgaben zum Erzielen einer adäquaten Organperfusion und Homöostase. Kenntnisse der durch den Hirnfunktionsausfall ausgelösten pathophysiologischen Veränderungen sind jedoch ein Schlüsselelement der Intensivtherapie. Mit diesen Veränderungen und Empfehlungen zu ihrer spezifischen Therapie befasst sich dieses Kapitel. Studienergebnisse zur organprotektiven Therapie sind allerdings teils widersprüchlich und die Evidenz für den Erfolg einzelner Therapiemaßnahmen ist aktuell noch unzureichend.