Interprofessionelle Palliative Care
摘要
Dieses Kapitel beschreibt Palliative Care als eine Grundeinstellung, welche die Bedürfnisse und die Lebensqualität von Menschen mit einer lebenslimitierenden Erkrankung sowie ihre An- und Zugehörigen in den Mittelpunkt stellt. Basierend auf ethischen Prinzipien hat die Palliative Care nicht nur das Ziel der Symptomlinderung und Verbesserung der Lebensqualität der Patient:innen, sondern auch die Unterstützung des interprofessionellen Teams in der klinischen Versorgung bis hin zur möglichen verkürzten Krankenhausverweildauer. Das Kapitel versucht, immer noch bestehende Missverständnisse, Vorurteile und Hindernisse gegenüber der Palliative Care seitens der Patient:innen, aber ebenso seitens der medizinischen Fachkräfte aufzuzeigen und gleichzeitig die positiven Effekte interprofessioneller palliativer Versorgung zu umreißen. Der Wandel der Medizin, der technische Fortschritt und andere Faktoren, wie ökonomische Interessen und gesellschaftliche Werte, beeinflussen die Entstehung von Übertherapie – mit Folgen für die Patient:innen und Auswirkungen auf ärztliches und pflegerisches Fachpersonal. Die Bedeutung der klaren und angemessenen Kommunikation im interprofessionellen Team und mit den Patient:innen und deren An- und Zugehörigen sowie die Notwendigkeit der frühen Integration palliativer Expertise wird entschieden betont. Zuletzt bietet das Kapitel einen Einblick in die praktische Symptomkontrolle der Patient:innen in der End-of-Life-Phase und geht auf psychosoziale Aspekte, empathische Begleitung, Rituale sowie medizinische und pflegerische Maßnahmen ein.