Gerichtstheater als Praxis der Praxis. Rimini Protokolls Zeugen! Ein Strafkammerspiel als praxeologische Theaterstudie
摘要
Kerstin Wilhelms untersucht das Theaterstück „Zeugen! Ein Strafkammerspiel“ von Rimini Protokoll als einen Kommentar auf Inszenierungspraktiken im Gerichtsprozess und im Theater. Das Stück, dass die „Spielregeln der Justiz abbilden“ soll, so die Theatermacher/innen in einem Interview, ist laut Wilhelms mit Pierre Bourdieu als ein experimentelles Ausloten von un- oder teilbewussten Handlungsroutinen von Akteuren des juristischen Felds lesbar. Es setzt in Szene, wie durch solche Praktiken in Gerichtsprozessen performativ Bedeutung entsteht und zugleich lässt es durch die Transformation dieser Handlungsroutinen auf die Theaterbühne erkennen, worin Theatralität besteht.