Suizidprävention: Erste persönliche Erkenntnisse
摘要
Im Jahr 1989 veröffentlichten Wolfgang Rutz und Kollegen die Ergebnisse der Gotland-Studie [1]. In dieser eleganten Studie wurde Hausärzten auf der schwedischen Insel Gotland in der Ostsee mit 56.000 Einwohnern ein Ausbildungsprogramm angeboten, das die Diagnose von Depressionen und deren korrekter Behandlung verbessern sollte. Die Auswirkungen auf das suizidale Verhalten waren spektakulär: Die Suizide sanken von einer extrapolierten Rate von 25 Fällen pro 100.000 Einwohner im Jahr 1983 auf 14,3 im Jahr 1984 und auf 7,1 im Jahr 1985. Im gleichen Zeitraum stieg die Anzahl der Verschreibungen von Antidepressiva, reduzierten sich die Verschreibungen von Benzodiazepinen, und es wurden weniger Patienten psychiatrisch stationär aufgenommen. Dies waren wirklich aufregende Ergebnisse. Es bedeutete, dass die Verbesserung des klinischen Wissens und der Fähigkeiten der Hausärzte Leben retten könnte.