Otto Reisch studierte Medizin in Innsbruck und wurde Assistent an der dortigen Neurologischen Klinik. Wegen seiner nationalsozialistischen Umtriebe musste er Österreich 1936 verlassen und arbeitete dann als Oberarzt der Neurologischen Abteilung am Robert-Koch-Krankenhaus in Berlin. Nach dem Anschluss kehrte er nach Österreich zurück und wurde zum Vorstand der Psychiatrisch-Neurologischen Klinik in Graz ernannt. Als T4-Gutachter hatte er den Tod zahlloser behinderter Kinder zu verantworten. Nach dem Krieg wurde er von allen Ämtern enthoben. Wenige Jahre darauf konnte er jedoch wieder als Psychiater in Innsbruck praktizieren.

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Reisch, Otto (1891–1977)

  • Edzard Ernst

摘要

Otto Reisch studierte Medizin in Innsbruck und wurde Assistent an der dortigen Neurologischen Klinik. Wegen seiner nationalsozialistischen Umtriebe musste er Österreich 1936 verlassen und arbeitete dann als Oberarzt der Neurologischen Abteilung am Robert-Koch-Krankenhaus in Berlin. Nach dem Anschluss kehrte er nach Österreich zurück und wurde zum Vorstand der Psychiatrisch-Neurologischen Klinik in Graz ernannt. Als T4-Gutachter hatte er den Tod zahlloser behinderter Kinder zu verantworten. Nach dem Krieg wurde er von allen Ämtern enthoben. Wenige Jahre darauf konnte er jedoch wieder als Psychiater in Innsbruck praktizieren.