Vor dem Hintergrund vielfacher gesellschaftlicher Krisen befinden sich viele Hochschulen in Transformationsprozessen, die in den Bereichen Forschung, Lehre und Organisationsbetrieb auf Nachhaltigkeit zielen. Hochschulen stehen vor einer Vielzahl von sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen, die sie z. T. selbst verursachen. Z. B. tragen sie durch ihren Campusbetrieb selbst zu einem hohen CO2-Verbrauch und damit dem Klimawandel bei. Sie sind jedoch in ihren verschiedenen Handlungsfeldern auch an der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft beteiligt; nicht zuletzt durch die nachhaltige Gestaltung der Hochschulen selbst. Dieser Beitrag geht der Frage nach, mit welchen Nachhaltigkeitspraktiken die verschiedenen Akteur*innen an Hochschulen diese Organisationen nachhaltiger gestalten. Der Beitrag basiert auf einer qualitativen Studie, in der die Nachhaltigkeitspraktiken an ausgewählten Hochschulen mit einer Triangulation aus den Methoden der Webseitenanalyse, Fokusgruppen und Leitfadeninterviews untersucht wurden. Als zentrale Ergebnisse wurden herausgearbeitet, dass eine Vielzahl von Nachhaltigkeitspraktiken in den verschiedenen Handlungsfeldern an Hochschulen (Forschung, Lehre und Betrieb) verfolgt wird, diese jedoch oft vom individuellen Engagement einzelner Akteur*innen abhängig ist und ökonomische Ressourcen für die Implementierung von Nachhaltigkeit, der Wille zur Umsetzung der sozial-ökologischen Transformation sowie eine kollektive Sensibilisierung für Nachhaltigkeit für eine umfassende Hochschultransformation noch fehlen.

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Nachhaltigkeitspraktiken an Hochschulen – Bildungs- und Forschungsinstitutionen auf dem Weg der sozial-ökologischen Transformation

  • Monika Dzialas,
  • Sigrid Kannengießer

摘要

Vor dem Hintergrund vielfacher gesellschaftlicher Krisen befinden sich viele Hochschulen in Transformationsprozessen, die in den Bereichen Forschung, Lehre und Organisationsbetrieb auf Nachhaltigkeit zielen. Hochschulen stehen vor einer Vielzahl von sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen, die sie z. T. selbst verursachen. Z. B. tragen sie durch ihren Campusbetrieb selbst zu einem hohen CO2-Verbrauch und damit dem Klimawandel bei. Sie sind jedoch in ihren verschiedenen Handlungsfeldern auch an der Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft beteiligt; nicht zuletzt durch die nachhaltige Gestaltung der Hochschulen selbst. Dieser Beitrag geht der Frage nach, mit welchen Nachhaltigkeitspraktiken die verschiedenen Akteur*innen an Hochschulen diese Organisationen nachhaltiger gestalten. Der Beitrag basiert auf einer qualitativen Studie, in der die Nachhaltigkeitspraktiken an ausgewählten Hochschulen mit einer Triangulation aus den Methoden der Webseitenanalyse, Fokusgruppen und Leitfadeninterviews untersucht wurden. Als zentrale Ergebnisse wurden herausgearbeitet, dass eine Vielzahl von Nachhaltigkeitspraktiken in den verschiedenen Handlungsfeldern an Hochschulen (Forschung, Lehre und Betrieb) verfolgt wird, diese jedoch oft vom individuellen Engagement einzelner Akteur*innen abhängig ist und ökonomische Ressourcen für die Implementierung von Nachhaltigkeit, der Wille zur Umsetzung der sozial-ökologischen Transformation sowie eine kollektive Sensibilisierung für Nachhaltigkeit für eine umfassende Hochschultransformation noch fehlen.